Drei Methoden
- Konstante Entnahme (Annuität): ein fester Eurobetrag pro Monat, berechnet nach der Annuitätenformel. Einfach und planbar, aber ohne automatischen Inflationsschutz.
- 4-%-Regel: im ersten Jahr 4 % des Startkapitals entnehmen und den Betrag jährlich um die Inflation erhöhen. Stammt aus der Trinity Study (1998) – robust, beruht aber auf US-Marktdaten.
- Dynamische Entnahme (Guyton-Klinger): jährliche Anpassung an den aktuellen Depotwert – in guten Jahren mehr, in schlechten weniger. Komplexer, aber am besten an die Realität angepasst.
Unsere Empfehlung
Für die meisten Anleger empfehlen wir eine Kombination: Berechnen Sie zunächst Ihre sichere Entnahmerate mit der Annuitätenformel und einem konservativen Zinssatz – das ist Ihre Untergrenze.
Entnehmen Sie anschließend im Rahmen einer 3- bis 4-%-Spanne und passen Sie jährlich an den Depotwert an. So verbinden Sie Planbarkeit mit der nötigen Flexibilität für schwache Börsenjahre. Eine Monte-Carlo-Simulation hilft, die Erfolgswahrscheinlichkeit Ihres Plans realistisch einzuschätzen.
Das Wichtigste in Kürze
- Drei Wege: konstante Entnahme, 4-%-Regel, dynamische Anpassung.
- Die Annuitätenformel liefert eine konservative Untergrenze.
- Eine 3–4-%-Spanne mit jährlicher Anpassung verbindet Planbarkeit und Flexibilität.
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