Warum Garantien teuer sind

Wenn eine Versicherung Ihnen eine lebenslange Rente garantiert, muss sie auf der sicheren Seite kalkulieren: sehr konservative Anlage (meist niedrig verzinste Anleihen), ein großzügig angesetztes Langlebigkeitsrisiko und ein Puffer für eigene Kosten und Gewinnmarge.

Das Ergebnis ist eine garantierte Rente, die deutlich unter dem liegt, was Sie bei eigener Verwaltung erzielen könnten.

Ein konkretes Beispiel

Für 100.000 Euro Kapital bietet eine typische private Rentenversicherung heute eine garantierte Monatsrente von vielleicht 250 bis 300 Euro. Mit einem eigenen ETF-Auszahlplan und 4 % realer Rendite könnten Sie über 30 Jahre rund 475 Euro monatlich entnehmen – fast doppelt so viel. Ohne Garantie, aber mit voller Flexibilität und vererbbarem Restkapital.

Die Frage ist nicht: Garantie gut oder schlecht? Sondern: Ist die Garantie ihren Preis wert?

Für Menschen mit starker Angst vor Langlebigkeit und ohne finanzielle Puffer kann eine Teilgarantie – etwa eine Sofortrente für einen kleinen Teil des Kapitals – sinnvoll sein. Für den Großteil des Vermögens ist die flexible Eigenverwaltung meist überlegen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Garantien werden mit konservativer Anlage und Sicherheitspuffern erkauft.
  • Eine garantierte Rente liefert oft nur rund die Hälfte der möglichen Entnahme.
  • Eine Teilgarantie kann sinnvoll sein – selten für das gesamte Vermögen.

Wie sieht das für Sie konkret aus?

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