Verlustaversion
Der Schmerz über einen Verlust von 100 Euro ist psychologisch etwa doppelt so stark wie die Freude über einen Gewinn von 100 Euro. Diese Asymmetrie führt dazu, dass Anleger Verluste zu lange halten und Gewinne zu früh realisieren.
Für ETF-Rentner heißt das: Der Drang, in einem Abschwung die Entnahmen zu stoppen und alles in Sicherheit zu bringen, ist intensiv – und meistens falsch.
Herdenverhalten und weitere Fallen
Wenn alle kaufen oder verkaufen, fühlt sich Mitmachen sicher an – obwohl genau das oft den schlechtesten Zeitpunkt markiert. Hinzu kommen Selbstüberschätzung, das Festhalten an einmal gefassten Meinungen und die Neigung, kurzfristige Marktbewegungen überzubewerten.
Der beste Schutz: ein Plan
Eine klare, vorab definierte Strategie – feste Entnahmeregeln, ein Liquiditätspuffer und festgelegte Rebalancing-Termine – nimmt der Emotion die Macht. Sie handeln dann nach Regeln, nicht nach Bauchgefühl.
Das Wichtigste in Kürze
- Verluste schmerzen doppelt so stark wie Gewinne erfreuen – das verzerrt Entscheidungen.
- Entnahmen im Abschwung panisch zu stoppen ist meist ein Fehler.
- Ein vorab definierter Plan schützt am besten vor emotionalen Bauchentscheidungen.
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