Kosten: der unterschätzte Renditekiller

Kosten sind der einzige Faktor, den Sie zuverlässig kontrollieren können – und über Jahrzehnte wirken sie enorm. Schon ein Prozentpunkt mehr Gebühren kann am Ende einen großen Teil des Vermögens kosten.

  • TER (Total Expense Ratio): die laufende Jahresgebühr eines ETFs, bei guten Index-ETFs nur 0,1–0,2 %.
  • Tracking Difference: die tatsächliche Abweichung des ETFs vom Index – manchmal aussagekräftiger als die TER.
  • Depotkosten: Gebühren des Brokers/der Bank für die Verwahrung der Wertpapiere.

Wie stark Kosten wirken, zeigt ein direkter Vergleich: Zwei Fonds erwirtschaften beide 5 % Bruttorendite pro Jahr und starten mit 100.000 €. Der eine kostet 0,1 % pro Jahr (netto 4,9 %), der andere 2,0 % (netto 3,0 %).

0 €75 T€150 T€225 T€300 T€Start5 J.10 J.15 J.20 J.
0,1 % Kosten (netto 4,9 %)2,0 % Kosten (netto 3,0 %)
Gleiche Bruttorendite (5 %), gleiches Startkapital – nur die Kosten unterscheiden sich. Nach 20 Jahren liegen rund 80.000 € zwischen den beiden Fonds.
Übrigens: Viele Online-Broker bieten die Depotführung heute sehr günstig oder sogar komplett kostenlos an. Ein kurzer Vergleich vor der Depoteröffnung lohnt sich.

Steuern auf Kapitalerträge

  • Kapitalertragsteuer (Abgeltungsteuer): auf Kursgewinne, Dividenden und Zinsen fallen pauschal 25 % plus Solidaritätszuschlag (und ggf. Kirchensteuer) an.
  • Freistellungsauftrag: bis 1.000 € (Einzelpersonen) bzw. 2.000 € (Ehepaare) pro Jahr bleiben Kapitalerträge steuerfrei – den Auftrag erteilt man der Depotbank.
  • Vorabpauschale: eine jährliche Vorab-Besteuerung thesaurierender Fonds, die beim späteren Verkauf angerechnet wird – also keine Doppelbesteuerung.