Die Bausteine und ihre Rolle

  • Aktien (bzw. Aktien-ETFs): der Renditemotor für langfristiges Wachstum.
  • Anleihen: Stabilitätsanker, der Schwankungen dämpft.
  • Tagesgeld: Liquiditätspuffer für kurzfristige Ausgaben und Notfälle.

Die Mischung richtet sich nach Anlagehorizont und Risikobereitschaft. Faustregel: Je länger der Horizont und je höher die Risikotoleranz, desto größer darf der Aktienanteil sein.

Beispiel-Portfolios

Zur Orientierung rechnen wir mit einer langfristig erwarteten Rendite von rund 7 % pro Jahr für Aktien und etwa 2 % für Tagesgeld. Die erwartete Rendite eines gemischten Portfolios ergibt sich anteilig aus beiden Bausteinen.

PortfolioAktienTagesgeldErw. Rendite p.a.Schwankungsrisiko
100 % Aktien100 %0 %≈ 7,0 %sehr hoch
80 / 2080 %20 %≈ 6,0 %hoch
60 / 4060 %40 %≈ 5,0 %mittel
100 % Tagesgeld0 %100 %≈ 2,0 %sehr niedrig
Der Preis für mehr erwartete Rendite ist mehr Schwankung: Ein 100-%-Aktien-Portfolio kann in einem Crash zeitweise 40–50 % an Wert verlieren. Das 100-%-Tagesgeld-Portfolio schwankt dagegen kaum – verliert aber real durch die Inflation an Kaufkraft.
100/0
Aktien 100 %
80/20
Aktien 80 %Tagesgeld 20 %
60/40
Aktien 60 %Tagesgeld 40 %
0/100
Tagesgeld 100 %
Von 100 % Aktien (höchste erwartete Rendite, höchstes Risiko) bis 100 % Tagesgeld (sehr stabil, aber niedrige Rendite) – die richtige Mischung hängt von Horizont und Risikobereitschaft ab.

Rebalancing: wann und warum

Durch Kursbewegungen verschiebt sich die Gewichtung mit der Zeit. Beim Rebalancing stellen Sie – z. B. einmal jährlich – die Zielgewichtung wieder her. Das diszipliniert: Sie verkaufen automatisch das gut Gelaufene und kaufen das Günstige nach.